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Durchflussmessung in der Abfülltechnik

Im Jahr 1983 beginnt ein völlig neues Zeitalter in der Abfülltechnologie!
BREITNER setzt eine Richtungsweisende Idee in die Tat um ... Durchflussmessung bei Abfüllmaschinen.
Bis zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich in der Prozesstechnik im Einsatz, verhilft die Verwendung der Durchflussmesstechnik zu ungeahnten Möglichkeiten bei der Abfüllung von flüssigen und pastösen Medien.

Da die gesamte Produktführung aus einem einfachen, glattwandigen Rohrsystem besteht,  ist die Reinigung der produktberührten Teile, in kürzester Zeit, auch unter echten CIP / SIP Bedingungen problemlos möglich.

Hohe Verfügbarkeit, vollkommene Wartungsfreiheit sowie der Wegfall typischer Verschleißteile runden die Vorzüge dieses Dosiersystems ab.

Ob 20 g oder 20 l, ob Mayonnaise, Shampoo oder Pflanzenschutzmittel, BREITNER - Füllmaschinen mit Durchflussmessung sind für nahezu jeden Bedarfsfall ideal.

Beim Abfüllen von Flüssigkeiten auf einer Füllmaschine mit Durchflussmessung wird die Produktmenge, die über das Füllrohr in das Gebinde fließt, vom im Rohrleitungssystem eingebauten Durchflussmesser erfasst, digitalisiert und in Form von Impulsen an die Maschinensteuerung mitgeteilt.
Die Maschinensteuerung verarbeitet die empfangenen Impulse und vergleicht kontinuierlich den vorgegebenen Sollwert (eingestellte Füllmenge) und den momentanen Istwert (vom Durchflussmesser mitgeteilte Füllmenge). Bei Erreichen der einstellten Füllmenge wird das Füllrohr automatisch geschlossen.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Durchflussmessung:

Induktive Durchflussmessung

Ein elektrischer Leiter fester Länge (in unserem Fall der Messrohrdurchmesser) wird mit einer bestimmten Geschwindigkeit durch ein Magnetfeld bewegt, dabei wird eine elektrische Spannung induziert. Diese Spannung verhält sich proportional zur Bewegungsgeschwindigkeit des Leiters. Aus diesem Messsignal und dem Durchmesser des Messrohres wird in der Geräteelektronik ein Volumenstrom errechnet.


Massenstrom Durchflussmessung

Wird eine in Bewegung befindliche Masse einer Schwingung quer zur Bewegungsrichtung ausgesetzt, so treten abhängig vom Massestrom Corioliskräfte auf. Der daraus resultierende Einfluss auf die Messrohrschwingungen (Phasenverschiebung) wird vom Messsystem ausgewertet.


Induktive Durchflussmessung oder Massenstromdurchflussmessung?

Das Messprinzip der induktiven Durchflussmessung basiert auf dem Induktionsgesetz nach Faraday. Hierfür muss das zu messende Produkt eine mindest Leitfähigkeit von 50 µS/cm haben. Hat das Produkt  keinen ausreichend großen Leitwert, dann kann es nur mit dem Prinzip der Massenstromdurchflussmessung gemessen werden.

Die Massenstromdurchflussmessung basiert auf dem Prinzip der Corioliskraft. Hierfür muss das Produkt nicht elektrisch leitfähig sein. Die Maschinen mit Massenstromdurchflussmessung sind auch in EEx oder ATEX konformer Ausführung lieferbar. Der Nachteil der Massenstromdurchflussmessern liegt in dem Höheren Preis gegenüber den induktiven Druchflussmessern.